Die beiden NLA-Teams des STV Oberentfelden sind ansprechend in die neue Saison gestartet. Die Frauen holten sich drei Pflichtsiege, die Männer konnten einen wichtigen Vollerfolg gegen Rickenbach-Wilen feiern.

Noch läuft bei den Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg noch nicht alles ganz wie gewünscht. Trotz den drei Siegen – alle ohne Satzverlust – ist Captain Sabrina Siegenthaler nicht restlos zufrieden. „Teilweise haben sich noch einige Unkonzentriertheiten eingeschlichen und die Konstanz war nicht immer vorhanden. Daran müssen wir noch arbeiten“, sagt sie.
Trotzdem haben die Oberentfelderinnen in der ersten Runde der neuen NLA-Meisterschaft ihre Pflicht erfüllt und die Teams aus Schlieren, Neuendorf und Ohringen klar geschlagen. Dank des besseren Punkteverhältnisses als Dauerrivale Jona grüssen die Oberentfelderinnen nach dem ersten Spieltag gar von Rang eins der Tabelle. „Alles in allem war es eine gute Startrunde, bei der wir auch einige Aufstellungsvarianten ausprobieren konnten“, resümiert Siegenthaler. In der zweiten Runde vom 10. Dezember wartet dann das grosse Duelle mit Jona. Spätestens dann werden die Spielerinnen um Captain Sabrina Siegenthaler wissen, wie es um ihr derzeitiges Spiellevel steht.

Gegen den Tabellenführer verloren

Zwei Punkte aus drei Spielen – das ist die Bilanz der Oberentfelder Männer nach der ersten Doppelrunde unter dem neuen Trainer Konrad „Koni“ Keller. Dies ist sicherlich keine überragende Leistung, allerdings ist sie besser, als die nackten Zahlen dies auf den ersten Blick vermuten lassen. Verloren haben die Oberentfelder nämlich gegen Diepoldsau (0:3), das aktuell die klar stärkste Hallenmannschaft der Schweiz stellt und damit der grosse Favorit auf den Titel ist. „Diepoldsau ist schlicht das Mass der Dinge im Moment. Sie sind unglaublich kompakt und haben mehr Qualität als wir. Dennoch haben wir uns – abgesehen vom zweiten Satz – gut verkauft in diesem Spiel“, so Keller.
Die zweite Niederlage setzte es gegen Elgg-Ettenhausen ab (1:3). Die Elgger, die in der letzten Hallensaison die Bronzemedaille gewonnen haben, sind mit drei Siegen aus vier Partien stark in die neue Meisterschaft gestartet und liegen aktuell auf Rang zwei in der Tabelle. „Wir haben gut begonnen und konnten den ersten Satz gewinnen. Leider hat uns danach etwas der Glaube gefehlt, dass wir unsere Leistung durchziehen können. Wir zogen ein paar schwächere Phasen ein und konnte so nicht ganz reüssieren“, analysiert Keller.

Gute Ausgangslage verschafft

Ganz wichtig war jedoch der Sieg der Oberentfelder gegen Rickenbach-Wilen. Vor allem weil dieser Sieg mit 3:0 sehr deutlich ausfiel. „Für uns war es enorm wichtig, dass wir dieses Spiel mit 3:0 gewinnen konnten“, so Keller. „Denn damit haben wir uns im Direktduell mit Rickenbach-Wilen eine gute Ausgangslage verschafft.“ Und das könnte durchaus von Bedeutung sein, denn viele Experten vermuten, dass der diesjährige NLA-Absteiger entweder Oberentfelden oder eben Rickenbach-Wilen heissen wird. In diesem Schlüsselspiel, das gleich zu Beginn der Meisterschaft anstand, bewiesen die Oberentfelder Moral. Im dritten Durchgang holten sie einen 2:7-Rückstand auf und sicherten sich den Satz mit 11:9. Am nächsten Wochenende stehen für die Oberenfelder gleich vier Partien auf dem Programm: Es sind dies die Duelle mit Wigoltingen, Widnau (2x) und Elgg-Ettenhausen.