Die NLA-Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg haben sich für den Finalevent in Bonstetten qualifiziert. Am kommenden Wochenende kämpfen sie dort um den Schweizer Meistertitel.

Die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg sind stark in die Hallensaison gestartet und haben an den ersten beiden Spieltagen sämtliche Partien gewonnen. Dabei haben sie auch die Erzrivalinnen und grossen Titelfavoritinnen aus Jona mit 3:2 schlagen können und waren damit auf bestem Weg, sich den Qualifikationssieg zu sichern. Doch ausgerechnet am letzten Spieltag setzte es gegen Diepoldsau die erste Niederlage in der laufenden Meisterschaft ab und die Oberentfelderinnen mussten mit Rang zwei Vorlieb nehmen.

Dies hat zur Folge, dass die Equipe um Captain Sabrina Siegenthaler im Halbfinal des Finalevents, der am kommenden Wochenende in Bonstetten stattfindet, erneut auf Diepoldsau trifft. Zeit also für eine Revanche. „Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen und uns für den Final qualifizieren“, sagt Siegenthaler. „Dass wir in der letzten Qualifikationsrunde gegen Diepoldsau verloren haben, war eine Warnung für uns. Wir wissen genau, dass dieses Halbfinalduell kein Selbstläufer wird.“

Viel Druck erzeugen

Bei der Niederlage vor etwas mehr als zwei Wochen agierten die Oberentfelderinnen gegen Diepoldsau zu verkrampft und konnten daher nicht ihr gewohntes Leistungsniveau abrufen. Das soll am Samstag nicht passieren. „Wir werden versuchen, locker aufzuspielen und uns auf unsere Stärken zu besinnen. Wir wollen sauber spielen, leichte Fehler vermeiden und um jeden Punkt kämpfen“, gibt Sabrina Siegenthaler die Marschrichtung vor. „Insbesondere beim Service aber auch aus dem Spiel heraus wollen wir viel Druck machen und sie beschäftigen.“

Eines ist dabei klar: Wenn die Oberentfelderinnen ihr Vorhaben in die Tat umsetzen können und richtig in Fahrt kommen, ist vieles möglich. Das haben sie bewiesen, als sie in der Qualifikation gegen Jona gewinnen konnten. Entsprechend fällt auch die Zielformulierung für den Finalevent aus. „Unser Minimalziel war es, den Finalevent zu erreichen. Das haben wir geschafft und jetzt wollen wir gewinnen – den Halbfinal und den Final“, sagt Siegenthaler.

Tagesform wird entscheiden

Sollten die Oberentfelderinnen Diepoldsau schlagen und den Final erreichen, dürfte es einmal mehr zum Duell mit Jona kommen. Und dort könnten die Oberentfelderinnen mit der Gewissheit antreten, dass sie das letzte Kräftemessen mit den Titelverteidigerinnen für sich entscheiden konnten. „Das gibt uns sicher ein gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen. Auf der anderen Seite studiert Jona vielleicht etwas mehr als in anderen Jahren, in denen sie uns jeweils schlagen konnten“, blickt Siegenthaler voraus. Doch zu weit nach vorne will sie noch nicht schauen. Denn im Trio Jona, Diepoldsau und Oberentfelden-Amsteg wird am Ende die Tagesform entscheidend sein. Das zeigte bereits die Qualifikation, wo die drei Teams allesamt 12 Punkte ergattern konnten. Für Spannung ist am Finalevent also gesorgt.