Zum Rückrundenstart sichert sich der STV Oberentfelden in der Nationalliga A zwei weitere wichtige Punkte und darf sich nun definitiv nach vorne orientieren. Ob es gar für einen Platz am Final4-Turnier reichen könnte, wird die nächste Runde zeigen.

Das erste Kräftemessen in dieser Saison mit dem Nachbarn aus Olten war eine äusserst ausgeglichene Sache, das die Oberentfelder am Ende mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Und das obwohl die Oltner zwischenzeitlich mit 2:1 Sätzen in Führung gelegen hatten. Die Oberentfelder waren also gewarnt, auch wenn die Dreitannenstädter bislang noch keinen Sieg ins Trockene bringen konnten und daher auf dem letzten Rang der Tabelle stehen.
Entsprechend konzentriert gingen die Oberentfelder ans Werk. Die Mannschaft von Trainer Konrad «Koni» Keller spielte solide, ohne besondere Risiken einzugehen. Diese kontrollierte Leistung reichte jedoch, um die Oltner in Schach zu halten. Mit 11:8, 11:6 und 11:5 sicherten sich die Oberentfelder die drei Sätze zum diskussionlosen 3:0-Erfolg. «Olten hat nicht mehr so gut gespielt wie noch beim ersten Aufeinandertreffen. Ich bin aber auch zufrieden, wie meine Jungs aufgetreten sind. Das war eine solide Leistung in einem Spiel, in dem wir als Favorit angetreten sind. Dass wir diese Partien mittlerweile sicher gewinnen können, spricht für uns», so Keller.

Abstieg kein Thema mehr

Mit diesem Sieg ist der Vorsprung von Oberentfelden auf Olten bereits auf 10 Punkte angewachsen. Auch auf den Barrage-Platz, der aktuell von Neuendorf besetzt wird, hat die Mannschaft einen Vorsprung von acht Zählern. Auch wenn es rein rechnerisch noch möglich ist, dass die beiden letztklassierten Teams den STV Oberentfelden überholen könnten, dürfen sich die Oberentfelder nun definitiv nach vorne orientieren. «Dass wir uns drei Runden vor Schluss der Qualifikation nicht mehr um das Thema Abstieg kümmern müssen, ist toll. Hätte uns das jemand vor der Saison angeboten, hätten wir sofort unterschrieben», freut sich Konrad Keller.
Daran änderte auch die klare 0:3-Niederlage gegen den amtierenden Schweizer Meister Wigoltingen nichts. «Wir bekamen in diesem Spiel unsere Limiten aufgezeigt. Wir haben schlicht nicht die spielerische Klasse einer Mannschaft wie Wigoltingen. In den entscheidenden Momenten waren sie einfach besser und wir liessen unsere Möglichkeiten ungenutzt», analysierte Keller die Niederlage.


Wegweisendes Duell

Mit zehn Punkten aus ebenso vielen Spielen steht der STV Oberentfelden aktuell auf dem fünften Rang in der Tabelle. Der Rückstand auf den vierten Rang, der zur Teilnahme am Final4-Turnier berechtigt, beträgt jedoch nur zwei Punkte. Im Kampf um die Teilnahme am finalen Kräftemessen um den Schweizer Meistertitel steht für die Oberentfelder bereits am kommenden Samstag ein wegweisendes Duell auf dem Programm. Neben dem Spiel gegen Diepoldsau wartet nämlich die Partie gegen Elgg-Ettenhausen, das eben diesen vierten Rang belegt. «Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann wird das Final4-Turnier definitiv zu einem Thema für uns», blickt Keller voraus.