Die Frauen des STV Oberentfelden verpassen am Final4-Turnier in Kölliken eine Medaille denkbar knapp. Das OK des Vereins ist mit dem Anlass trotzdem sehr zufrieden.

Es war alles angerichtet für ein tolles Faustballfest auf dem Fussballplatz in Kölliken. Die Organisatoren des STV Oberentfelden hatten keine Mühen gescheut und einen tollen Center Court mit Zuschauertribünen, VIP-Lounge und verschiedenen Verpflegungsständen aufgebaut. Auch das Wetter spielte mit und zeigte sich von seiner besten Seite.
Leider konnten die Oberentfelder Frauen nicht ganz reüssieren. Nachdem sie am Samstag ihr Halbfinalspiel gegen Jona nach einem starken Start mit 1:3 verloren hatten, massen sie sich im Bronzespiel mit der jungen Equipe aus Kreuzlingen. Obwohl die Oberentfelderinnen den besseren Start erwischt hatten und sich im ersten Durchgang zwei Satzbälle erspielen konnten, mussten sie den Startsatz mit 10:12 verloren geben. Auch in der Folge blieb die Partie hart umkämpft und das Spielgeschehen wogte hin und her.

Ein Auf und Ab

Erst im entscheidenden fünften Satz beim Stand von 8:8 schafften es die Kreuzlingerinnen, sich leicht abzusetzen. Mit einem Ass schloss Sara Peterhans kurz darauf die Partie ab und die Oberentfelderinnen mussten sich auf heimischem Terrain mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. «Es ist sehr schade, dass wir an unserem Heim-Event keine Medaille gewinnen konnten. Das war ganz klar unser Ziel», so Coach Christian Suter. «Die beiden Spiele am Final4-Turnier waren ein Spiegelbild unserer Saison. Wir hatten ganz starke Sätze drin, aber auch solche, in denen überhaupt gar nichts zusammengepasst hat. Am Ende hat schlicht die Konstanz gefehlt und wir hatten zu viele Flüchtigkeitsfehler drin.»

Positives Fazit

Trotz der knapp verpassten Medaille zog das OK des Final4-Turniers um Präsiden Benjamin Kuhn ein durchwegs positives Fazit. «Wir haben versucht, für alle Beteiligten einen tollen Anlass auf die Beine zu stellen. Das ist uns ganz gut gelungen, denn wir haben von den Zuschauern und auch von den teilnehmenden Teams viel positives Feedback erhalten. Das freut uns natürlich sehr», so Kuhn. «Wir sind sehr zufrieden und hoffen, mit diesem Final4-Turnier einen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Sportart geleistet zu haben.»
Unter den zahlreichen Zuschauern am Finaltag waren auch Jörg Sennrich, Präsident des Aargauer Turnverbandes, und Regierungsrat Alex Hürzeler. Hürzeler, der selber auch Faustballer ist und in der Fricktaler Regionalmeisterschaft mitspielt, übergab die Preise an die Medaillengewinner. Bei den Männern konnte Wigoltingen seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Mit einer starken Leistung im Endspiel setzten sie sich gegen Widnau mit 4:0 durch. Bronze sicherte sich Diepoldsau. Bei den Frauen ging der Titel einmal mehr an das Team aus Jona. Die Jonerinnen gewannen ihren sechsten Schweizer Meistertitel in Folge und bleiben damit das Mass der Dinge. Sie setzten sich im Endspiel gegen Diepoldsau mit 3:0 durch.