Die Männer des STV Oberentfelden verloren am zweiten NLA-Wochenende drei Mal. Wenn sie die Chancen auf das Final4-Turnier aufrecht erhalten wollen, dann müssen sie in der Heimrunde vom kommenden Samstag punkten.

Nach dem soliden Saisonstart vor einer Woche wollten die Oberentfelder am zweiten NLA-Wochenende der neuen Hallensaison weitere Punkte sammeln, um den Kontakt zur Spitzengruppe zu halten. Doch ausgerechnet im Spiel gegen Elgg-Ettenhausen, ein Gegner der für die Oberentfelder definitiv in Reichweite gelegen wäre, erreichten die Jungs von Trainer Konrad «Koni» Keller nicht ihr gewohntes Leistungsniveau.
Die Elgger, die im Vergleich zur Feldsaison einige personelle Wechsel in Kauf nehmen mussten, waren am ersten Spieltag ohne Punkte geblieben. Nach verlorenem Startsatz (8:11) waren es die Oberentfelder, die trotz einigen Schwankungen im eigenen Spiel mit 2:1-Sätze in Führung gehen konnten. Doch diese Führung brachten sie nicht über die Runden. Nach dem erneuten Satzausgleich der Elgger erspielten sich die Oberentfelder im Entscheidungssatz gar einen Matchball, konnten aber nicht reüssieren. Am Ende mussten sie sich mit 10:12 im fünften Satz geschlagen geben.

Keine Chance gegen Wigoltingen

«Unser Auftritt war leider sehr zerfahren. Licht und Schatten haben sich extrem schnell abgewechselt», so Koni Keller. «Ich weiss nicht genau, was das Problem war. Vielleicht haben wir uns zu viel erhofft von diesem Spiel. Auf jeden Fall haben uns über die gesamte Partie hinweg die nötige Ruhe und die nötige Entschlossenheit gefehlt, um das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden.»
Im zweiten Match das Tages duellierten sich die Oberentfelder mit dem bis dato noch ungeschlagenen Tabellenführer Wigoltingen. Ein Kräftemessen, das die Oberentfelder klar verloren. Nach der Niederlage gegen Elgg-Ettenhausen war die Luft draussen. Entsprechend klar fiel das Verdikt im Duell mit Vize-Schweizermeister Wigoltingen aus: 4:11, 8:11, 4:11 lautete das Resultat am Ende. «Das war kurz und schmerzlos», so die treffende Analyse von Trainer Koni Keller.

Steigerung am zweiten Tag

Von seinem Team forderte er am Sonntag eine Reaktion auf die beiden Niederlagen am Vortag. Die Aufgabe war jedoch alles andere als einfach: Zum Abschluss der Hinrunde der Qualifikation wartete mit dem meist genannten Titelfavoriten Diepoldsau ein harter Brocken. Doch die Oberentfelder konnten sich im Vergleich zum Vortag deutlich steigern und zwangen den Favoriten trotz zweimaligem Satzrückstand in den entscheidenden fünften Durchgang. Dort setzte sich die Routine der Rheininsler dann aber doch durch und die Oberentfelder mussten sich mit 2:3 geschlagen geben. «In diesem Spiel zeigten wir die erhoffte Steigerung. Mit dieser Leistung hätten wir gegen Elgg am Samstag gewonnen», sagte Keller. «So aber fällt das Fazit dieses Wochenendes enttäuschend aus. Es wäre für uns definitiv mehr drin gewesen.»
Noch ist der Zug für die Oberentfelder allerdings nicht abgefahren. Mit einem klaren Sieg am kommenden Samstag zu Hause gegen Elgg-Ettenhausen könnten sie sich wieder ins Gespräch bringen im Kampf um die Final4-Plätze. Gespielt wird ab 12 Uhr am Erlenweg in Oberentfelden. Neben Elgg-Ettenhausen wartet Widnau als zweiter Gegner auf die Gastgeber.