Am ersten Maiwochenende starten die beiden Nationalliga A Teams des STV Oberentfelden in die neue Feldsaison. Beide Equipen müssen gewichtige Ausfälle und Abgänge hinnehmen und stehen damit vor einer Saison, in der vieles passieren kann.

Mit Nicolas Schwander und Dominik Gugerli treten in der NLA-Männermannschaft des STV Oberentfelden zwei routinierte Kräfte ab, die das Team in den letzten Jahren mitgetragen haben. Während die Abwehr um Captain Reto Hunziker bestehen bleibt, musste Trainer Konrad Keller im Angriff einen zusätzlichen Spieler suchen. Dieser soll an der Seite von Tim Egolf auflaufen, der in der kommenden Saison in der Offensive der Oberentfelder noch mehr Verantwortung übernehmen muss.

Fündig wurde Keller in der Person von David Hollenstein. Der frühere Volleyballer hatte zuletzt in der 1. Liga bei der FG Fricktal gespielt und wagt nun im Dress der Oberentfelder den Sprung in die Nationalliga A. «David hat zwar ‚nur’ 1. Liga gespielt, aber er hat ein starkes Ballgefühl und hat sich bereits gut ins Team integriert», so Keller. Dennoch weiss auch der Trainer, dass die bevorstehende Saison für die Oberentfelder ohne die Routiniers Schwander und Gugerli eine Herausforderung wird.

Offene Ausgangslage

Seinem Team kommt jedoch zu Gute, dass auch die Konkurrenz mit personellen Veränderungen und Umbrüchen in der Mannschaft zu kämpfen hat. Entsprechend offen präsentiert sich die Ausgangslage hinter den Top 3 Wigoltingen, Diepoldsau und Widnau. «Für die Teams aus dem Mittelfeld ist von der Final4-Teilnahme bis zum Abstieg alles möglich. Entscheidend wird sein, dass wir die nötige Stabilität finden und gut in die Meisterschaft starten. Wenn uns das gelingt, können wir uns im vorderen Mittelfeld platzieren», weiss Keller, der mit seinem Team in der ersten Runde auf heimischem Terrain (Sa, 4.5., 16 Uhr Villnachern) gegen Diepoldsau und Elgg-Ettenhausen antritt. Insbesondere das Duell mit den Elggern ist bereits ein erster wichtiger Test, denn die Zürcher sind eines der Teams, das mit Oberentfelden im breiten Mittelfeld anzusiedeln ist. «Es wäre natürlich ein idealer Start für uns, wenn wir gleich in der ersten Runde punkten würden», sagt Keller.

Kämpfen und clever spielen

Auch die NLA-Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg müssen zwei Ausfälle kompensieren. Fabienne Fedier und Geraldine Vogel pausieren beide in der kommenden Feldsaison. «Wir haben daher Claudia Hofer fix in unser Team geholt und auch Fabienne Senn wird uns wie bereits in der letzten Saison hin und wieder aushelfen», sagt Captain Sabrina Siegenthaler. Sie strebt mit ihren Teamkolleginnen nach der Hinrunde einen Platz in den Top 5 an. Denn dieser berechtigt im neuen Modus der Nationalliga A dazu, dass man in der zweiten Qualifikationshälfte um einen Platz am Final4-Turnier kämpfen kann. «Die Top 5 sollten für uns auch in der neuen Konstellation möglich sein. Wenn die Tagesform stimmt, kann es auch für einen Platz am Final4 reichen», so Siegenthaler. «Dafür müssen wir aber alle miteinander kämpfen und clever spielen.»
Für die Oberentfelderinnen, die weiterhin von Mario Cuviello betreut werden, steht bereits am ersten Spieltag ein wichtiges Duell auf dem Programm: das Kräftemessen mit Neuendorf. «Das ist für uns sicher die wichtigste Partie des ersten Spieltags. Wenn wir da einen Sieg holen könnten, gäbe das eine gute Ausgangslage für den Kampf um die Final4-Plätze, denn die erzielten Punkte werden nach der Hinrunde halbiert und in die zweite Phase der Qualifikation mitgenommen», sagt Siegenthaler, die mit ihren Teamkolleginnen am ersten Spieltag neben Neuendorf auch noch auf Schlieren und Embrach trifft.