Dank zwei weiteren Siegen in der heutigen Heimrunde ziehen die NLA-Faustballer des STV Oberentfelden mit Leader Diepoldsau gleich und verabschieden sich damit in die verdiente Weihnachtspause.

In der ersten Doppelrunde dieser NLA-Hallensaison haben die Oberentfelder Faustballer ihre Ambitionen eindrücklich angemeldet. Drei Siege aus vier Spielen feierten die Jungs von Trainer Konrad «Koni» Keller. Und diesen starken Auftakt in die Meisterschaften wollten sie nun in der Heimrunde bestätigen. Die Gegner hiessen dabei Wigoltingen und Elgg-Ettenhausen.
Gegen Schweizer Meister Wigoltingen, der in dieser Hallensaison noch nicht wie gewünscht auf Touren gekommen ist, starteten die Oberentfelder stark und konnten sogleich vorlegen. Diesen Vorsprung liessen sie sich nicht mehr nehmen und gewannen den ersten Durchgang souverän mit 11:5. Im zweiten Satz schlichen sich dann einige Ungenauigkeiten ein und so gelang Wigoltingen der Satzausgleich.

Hochklassiges Duell gegen Elgg-Ettenhausen

Doch davon liessen sich die Gastgeber keineswegs aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil. Die Oberentfelder fanden je länger je mehr zurück zu ihrem Spiel. Sie leisteten sich nur noch wenige Eigenfehler und überzeugten auch im Angriff über weite Strecken. Dem hatte Wigoltinge nichts mehr entgegenzusetzen, so dass die Oberentfelder am Ende einen ungefährdeten 3:1-Sieg feiern konnten. «Wir haben diese Partie gewonnen, weil wir unberechenbarer waren für die gegnerische Defensive», so Konrad Keller. «Wir haben mit unseren beiden Angreifern, die ganz unterschiedliche Spielstile pflegen, sehr viele Optionen. Das ist ein Vorteil, den wir mittlerweile sehr gut ausnutzen.»
Das zweite Spiel des Tages gegen Elgg-Ettenhausen war über weite Strecken ausgeglichener als die Partie gegen Wigoltingen. Dies vor allem, weil Elgg-Ettenhausen in den ersten drei Sätzen sehr gut mithalten konnte – ganz anders als noch vor zwei Wochen, als Oberentfelden deutlich mit 3:0 gewann. «Elgg-Ettenhausen hat eine beeindruckende Steigerung gezeigt. Sie waren am Block und beim Zuspiel sehr gut», musste auch Keller anerkennen. Die ersten drei Sätze waren hart umkämpft und hätten jeweils in beide Richtungen fallen können. Die Oberentfelden sicherten sich jedoch deren zwei – den ersten und den dritten. Mit der 2:1-Satzführung im Rücken spielten sich die Gastgeber im vierten Durchgang in einen Spielrausch und waren nicht mehr zu stoppen. Gleich mit 11:1 holten sie sich Satz Nummer vier. «Der vierte Satz war wirklich beeindruckend», lobte Keller. «Meine Jungs haben aber im gesamten Spiel eine sehr reife Leistung gezeigt – so macht es richtig Spass.»

NLA-Debüt von Jan Wolfensberger

Herauszuheben gilt es das NLA-Debüt von Jan Wolfensberger. Der Sohn des früheren Präsidenten Rolf Wolfensberger lief im Spiel gegen Elgg-Ettenhausen zum ersten Mal in der höchsten Schweizer Spielklasse auf. Und das erst noch von Beginn weg. Für ihn musste Captain Reto Hunziker auf der Ersatzbank Platz nehmen. «Es war das erste Spiel in meiner Zeit bei Oberentfelden, in dem ich Reto nicht zumindest einmal eingesetzt habe. Dass wir trotzdem so stark gespielt und den Sieg geholt haben, spricht für die Mannschaft. Auch Jan hat seinen Job sehr gut gemacht», freute sich Keller.
Die Oberentfelder haben dank den zwei Siegen 10 Punkte auf dem Konto und konnten damit zu Leader Diepoldsau aufschliessen. Mit einem Abstand von vier Punkten folgen dann die ersten Verfolger. Die Chancen stehen damit sehr gut, dass die Oberentfelder sich in der letzten Doppelrunde, die Mitte Januar stattfindet, für das Final4-Turnier qualifizieren. Vor allem dann, wenn sie weiterhin so stark aufspielen wie bisher.