Am 27. Juni starten die Oberentfelder Faustballer coronabedingt etwas verspätet in die neue Nationalliga A Saison. Nach dem jüngsten Erfolg in der Halle wollen sie auch in der Sommersaison vorne mitspielen.

Im Februar schrammten die Oberentfelder Faustballer ganz knapp am Schweizer Meistertitel in der Halle vorbei. Zwei Punkte fehlten im packenden Finalspiel gegen Elgg-Ettenhausen zum ganz grossen Triumph. Trotz des hauchdünn verfehlten Titels war die vergangene Saison für die Oberentfelder ein voller Erfolg. Ein Erfolg, von dem sie auch in der kommenden Feldsaison, die am 27. Juni beginnt, profitieren können. Davon ist Trainer Koni Keller überzeugt.
«Wir haben in der Hallensaison bewiesen, dass wir eine gute Grundqualität haben. Dieses Wissen hilft uns auch im Hinblick auf die Feldsaison enorm», so Keller. Dass die Saison wegen der Coronakrise verkürzt werden musste und daher in der Qualifikation bloss eine einfache Runde und keine Doppelrunde gespielt wird, ist für Keller kein Problem. «Es sind noch immer genügend Spiele, so dass es am Ende keinen Zufalls-Schweizer-Meister geben wird. Die Qualität wird sich durchsetzen.»

Neuzugang im Angriff

Keller ist überzeugt, dass er mit seiner Mannschaft auch in der Feldsaison vorne mitspielen kann. Auch wenn der Spielrhythmus im Vergleich zu anderen Jahren coronabedingt etwas fehlt. «Die Vorbereitungszeit war gleich wie sonst, aber die traditionellen Vorbereitungsturniere fielen weg», sagt Keller. Die Oberentfelder wissen sich jedoch zu helfen und organisieren am 23. Juni ein Vorbereitungsturnier mit fünf Vereinen aus der Region, die ebenfalls in der Nationalliga A oder B spielen.
Dieses Vorbereitungsturnier ist auch die ideale Gelegenheit für Koni Keller, um einige taktische Varianten zu testen. Während in der Abwehr und im Aufbau mit Manuel Mosimann, Reto Hunziker, Ramon Hochstrasser und Nicolas Voit die bewährten Kräfte der erfolgreichen Hallensaison auflaufen, gab es im Angriff einen Wechsel. Routinier Nicolas Schwander, der das Team in der Hallensaison verstärkte, wird auf dem Feld nicht mehr dabei sein. Dafür kehrt David Hollenstein ins Team zurück und Robin Häfeli wurde neu verpflichtet. Der grossgewachsene Angreifer spielte zuvor bei der Aargauer NLB-Equipe Staffelbach.

Mehr Optionen

Hollenstein und Häfeli werden gemeinsam mit Tim Egolf das Angriffstrio bilden. Eine komfortable Ausgangssituation für Trainer Keller. «Ich habe drei total verschiedene Angriffsspieler im Kader. So bieten sich mir natürlich viel mehr Möglichkeiten, so dass ich die Spieler je nach Gegner unterschiedlich einsetzen kann», freut sich Keller. Trotzdem ist auch klar: Neuzugang Robin Häfeli wird noch ein wenig Zeit brauchen, um sich an das höhere Spielniveau zu gewöhnen und die neuen Aufgaben zu übernehmen. «Ich bin aber überzeugt, dass er für uns langfristig eine grosse Verstärkung sein wird», sagt Keller. Wohin die Reise der Oberentfelder Faustballer in der neuen Saison führen wird, ist schwierig vorauszusagen und hängt auch davon ab, mit welchen Spielern die gegnerischen Teams auflaufen können. Wenn die Oberentfelder aber an die konstant guten Leistungen aus der Hallensaison anknüpfen können, dann wird mit ihnen auch auf dem Feld zu rechnen sein.