Die Frauen des STV Oberentfelden ziehen sich nach der Halle auch auf dem Feld aus der höchsten Spielklasse zurück. Sie werden ab Juli in der 1. Liga spielen und dort mit Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs auflaufen.

Im letzten Herbst haben die Frauen des STV Oberentfelden entschieden, ihr NLA-Team im Hinblick auf die Hallensaison zurückzuziehen und in der 1. Liga einen Neustart zu wagen. Grund dafür waren mehrere Abgänge in der ersten Mannschaft. «Wir haben daher entschieden, mit jungen Spielerinnen einen Neuaufbau zu wagen und in der 1. Liga zu beginnen», erklärt Sabrina Siegenthaler. Die frühere Nationalspielerin ist die einzige Stammspielerin des früheren NLA-Teams, die auch beim Neustart noch immer mit dabei ist. Gemeinsam mit Trainer Mario Cuviello führt sie das Team.
Die Hallensaison war für die neu formierte Equipe ein voller Erfolg. Auf Anhieb schafften sie den Aufstieg in die Nationalliga B. «Für uns war schon während der Saison klar, dass wir den absolut richtigen Entscheid getroffen haben, in dem wir uns aus der NLA zurückgezogen haben», blickt Siegenthaler zurück. Es kam daher auch zu keinem Zeitpunkt die Frage auf, ob man in der Feldsaison, die am 4. Juli beginnt, den NLA-Platz vielleicht doch noch halten möchte. «Für uns war klar, dass wir den Neustart konsequent durchziehen und auch im Sommer in der 1. Liga spielen», so Siegenthaler.

Ein Team aufbauen

Wenn es am 4. Juli los geht, werden im Team des STV Oberentfelden neben Sabrina Siegenthaler ausschliesslich Spielerinnen stehen, die das Faustballspielen in Oberentfelden erlernt haben. Es sind dies einerseits Ellen Schläpfer und Olivia Kummer, die zuletzt bei Neuendorf gespielt hatten und nun wieder zu ihrem Stammverein zurückgekehrt sind. Und andererseits sind es die vier Nachwuchskräfte Linda Martin, Leonie Kernen, Jael Weber und Jessica Beck. Drei dieser vier Spielerinnen sind noch immer in der U14-Kategorie spielberechtigt, werden aber in dieser Saison bereits an die erste Frauen-Mannschaft herangeführt. «Wir wollen die Jungen einbauen und ihnen Spielpraxis bieten. So können wir ein Team für die nächsten Jahre aufbauen», erklärt Siegenthaler.

Aufstieg nicht das primäre Ziel

Wo das neu formierte Team in der kommenden Saison stehen wird, ist nur sehr schwierig abzuschätzen. «Wenn wir den Aufstieg in die Nationalliga B auch auf dem Feld schaffen würden, wäre das natürlich eine tolle Sache. Das ist aber nicht unser primäres Ziel. Wir wollen unseren Nachwuchs fördern», so Siegenthaler. Den Oberentfelderinnen könnte es in die Karten spielen, dass es in diesem Jahr unter Umständen zwei Aufsteigerinnen geben wird. Die Gruppensiegerinnen steigen direkt auf, die Gruppenzweiten messen sich in einer Barrage mit dem Letzten der Nationalliga B. «Sollten wir uns für die Barrage qualifizieren, hätten wir den direkten Vergleich mit einem NLB-Team. Das würde uns sicherlich auch weiterbringen», blickt Siegenthaler voraus.