Die Oberentfelder Faustballer müssen sich am Final6-Turnier in Widnau bereits im Viertelfinal geschlagen geben und konnten so nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Trainer Koni Keller findet nach der 0:3-Niederlage im Viertelfinal gegen Neuendorf klare Worte. «Unsere Qualität auf dem Platz hat schlicht nicht gereicht. Neuendorf war nicht unantastbar, aber wir waren nicht gut genug.» Dabei hatten sich die Oberentfelder viel vorgenommen für das Final6-Turnier. Nachdem in der zweiten Saisonhälfte mit drei Niederlagen aus vier Spielen nicht alles optimal gelaufen war, wollten sie beim Saisonhighlight in Widnau zeigen, dass sie auch auf dem Feld zu den Spitzenteams gehören. Dies nachdem sie in der abgelaufenen Hallensaison den Vize-Schweizer-Meistertitel geholt hatten.

Kein einziges Mal in Führung

Doch dieses Ziel haben Koni Keller und seine Jungs verpasst. Im Viertelfinal gegen Neuendorf lagen sie permanent in Rücklage. Nicht ein einziges Mal konnten sie in Führung gehen während des gesamten Spielverlaufs. «Das ist natürlich für den Gegner äusserst angenehm. Wir konnten immer wieder Rückstände aufholen. Doch wenn wir hätten vorlegen können, vergaben wir diese Chancen mit einfachen Fehlern», so Keller.
Im ersten Durchgang glichen die Oberentfelder, die mit Tim Egolf und Robin Häfeli im Angriff, sowie mit Manuel Mosimann, Reto Hunziker und Nicolas Voit in der Abwehr spielten, einen 4:7 Rückstand aus. Wenig später verloren sie den Startsatz dennoch mit 9:11. Im zweiten Satz schafften es die Oberentfelder gar nach einem 2:7 Rückstand noch zwei Mal, das Spielgeschehen auszugleichen. 10:10 und 11:11 stand es. Doch auch der zweite Satz ging mit 11:13 verloren. Danach gabs im Spiel der Oberentfelder nochmals einen Bruch und der dritte Satz war mit 6:11 schnell weg.

Enttäuschung zum Abschluss

«Es ist für mich schon eine Enttäuschung, wie wir in diesem Viertelfinal gespielt haben. Wir begingen viel zu viele einfache Fehler auf allen Positionen und waren zu wenig genau», so Keller. Vor allem eine Sache bereitet dem Mann an der Seitenlinie Kopfzerbrechen. «Wir haben viel und gut trainiert. Die Leistungen in den Trainings waren teilweise richtig stark, aber wir haben es nicht geschafft, diese in der Meisterschaft auf den Platz zu bringen. Daran müssen wir arbeiten. Das ist die neue Herausforderung, der wir uns stellen müssen.»
Keller glaubt, dass die mentale Komponente dabei durchaus eine Rolle gespielt haben dürfte. «Nach dem Vize-Meistertitel in der Halle ist die Erwartungshaltung natürlich gestiegen. Auch bei uns. Vielleicht hat das dazu geführt, dass wir die Lockerheit und den Mut etwas verloren haben im Vergleich zur Hallensaison, wo wir unsere Leistung ziemlich konstant abrufen konnten.» Koni Keller und seinen Spielern geht die Arbeit also nicht aus. Schon in etwas mehr als zwei Monaten bekommen die Oberentfelder jedoch die nächste Chance, um die Trainingsleistungen im Match umzusetzen. Dann nämlich beginnt die neue Hallensaison.