Am Sonntag starten die Frauen des STV Oberentfelden in die neue Saison, in der sie in der Nationalliga B auflaufen werden. Gleich zu Beginn warten zwei happige Kontrahentinnen auf die junge Mannschaft um Captain Sabrina Siegenthaler.

In der letzten Saison spielte die neu formierte Frauen Equipe des STV Oberentfelden in der 1. Liga. Die langjährige NLA- und Nationalmannschaftsspielerin Sabrina Siegenthaler führte das junge Team als Captain an. Gleich drei U14-Spielerinnen standen im Kader der Mannschaft und kamen regelmässig zum Einsatz. Als Gruppenzweite qualifizierten sich die Oberentfelderinnen für die Aufstiegsspiele zur Nationalliga B. Dort mussten sie sich allerdings Elgg nach gewonnenem Startsatz mit 1:3 geschlagen geben. So verpassten sie den Aufstieg hauchdünn.
Doch in der Winterpause hat es mit der Promotion in die zweithöchste Spielklasse doch noch geklappt. Dies weil der STV Schlieren sein NLB-Team zurückgezogen hat und damit ein Platz frei geworden ist. «Wir haben diese Chance natürlich wahrgenommen und werden in dieser Saison alles daransetzen, den Ligaerhalt zu schaffen», sagt Sabrina Siegenthaler.

Keine Zeit zum Angewöhnen

Einfach wird dieses Unterfangen nicht. Denn die Saison beginnt aufgrund der Coronamassnahmen einen Monat später als geplant. Und deshalb werden keine Doppelrunden, sondern nur eine einfache Runde gespielt. Das heisst, die Oberentfelderinnen messen sich nur jeweils einmal mit jedem gegnerischen Team. Zeit zur Angewöhnung an die neue Liga bleibt also kaum.
«Ich bin gespannt, wo die jungen Spielerinnen stehen und wie sie sich in dieser Saison zeigen. Die Nationalliga B ist für uns Neuland und es ist klar, dass wir mit den Spitzenteams noch nicht werden mithalten können», so Siegenthaler. «Ich hoffe aber, dass wir mit zwei, drei Teams auf Augenhöhe sind und so um den Ligaerhalt kämpfen können.»

Mehr Konstanz ist gefordert

Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen insbesondere die jungen Spielerinnen wie Jael Weber, Jessica Beck, Linda Martin und Leonie Kernen, die alle zwischen 14 und 17 Jahre alt sind, noch einmal einen Schritt in ihrer Entwicklung machen. «Wir haben in den Trainings jeweils richtig gut Bälle dabei, aber gerade bei den vermeintlichen einfachen Bällen fehlt uns dann wiederum die Konstanz. Wir müssen daran arbeiten, dass wir diese Bälle sauber spielen und im Angriff die nötige Präzision haben», sagt Siegenthaler.
An der Seitenlinie wird auch in diesem Jahr wieder Mario Cuviello stehen. Als Trainer wird er die Equipe am ersten Spieltag vom kommenden Sonntag betreuen. Die Gegnerinnen des STV Oberentfelden zum Saisonauftakt sind stark. Es warten die NLA-Absteigerinnen aus Rebstein, die Vorjahreszweiten der Nationalliga B aus Walzenhausen und die zweite Mannschaft von Faustball Neuendorf. In diesem Duell dürften die Oberentfelderinnen wohl die besten Siegeschancen haben, wenn man die Resultate des letzten Jahres zum Vergleich heranzieht. Damals belegten die Neuendörferinnen in der Nationalliga B den vorletzten Rang.