Trotz einer kurzen Vorbereitung und einer Saison mit nur drei Spieltagen konnten sich die Aufsteigerinnen aus Oberentfelden in der Nationalliga B behaupten. Auch wenn sie bis ganz zum Schluss zittern mussten.

Für die meisten der jungen Spielerinnen im Team des STV Oberentfelden war es die erste Saison in der Nationalliga B. Entsprechend wichtig wäre eine saubere Vorbereitung gewesen und etwas Zeit, um sich ans höhere Spielniveau im Vergleich zum Vorjahr, als die Equipe noch in der 1. Liga spielte, zu gewöhnen. Doch beides stand der Equipe von Trainer Mario Cuviello nicht zur Verfügung.
Wegen den Coronamassnahmen und einigen Engpässen bei der Platznutzung fiel die Saisonvorbereitung sehr kurz aus. Und weil die Meisterschaft der Frauen wegen der Coronapandemie verkürzt wurde, blieb auch keine Zeit fürs Eingewöhnen in der höheren Spielklasse.

Zwei Siege reichen knapp

Das machte sich am ersten Spieltag gleich bemerkbar. Gegen Walzenhausen und Neuendorf II kassierte das Team zwei Niederlagen. Immerhin einen Satzgewinn gabs jedoch gegen die späteren Bronzemedaillen-Gewinnerinnen aus Walzenhausen. In der zweiten Runde schlug dann aber die Stunde von Oberentfelden. Gegen Alpnach und gegen Embrach konnten die Oberentfelderinnen jeweils mit 2:1 Sätzen gewinnen. «Mit diesen beiden Siegen hätte ich wirklich nicht gerechnet. Aber umso schöner, dass es geklappt hat», freut sich Captain Sabrina Siegenthaler.
Diese beiden Siege waren es dann auch, die den Oberentfelderinnen zum Ligaerhalt verholfen haben. Denn in der abschliessenden dritten Qualifikationsrunde auf heimischem Terrain war für das junge Team nichts mehr zu holen. Mit drei weiteren Niederlagen beendeten sie die Saison. Ob die beiden Siege vom zweiten Spieltag zum Ligaerhalt reichen würden, zeigte sich erst im allerletzten Spiel. Dort duellierten sich Embrach und Neuendorf II. Mit einem Sieg von Neuendorf II wäre Oberentfelden abgestiegen. Doch Embrach leistete Schützenhilfe und gewann sicher. «Bei diesem Spiel haben wir schon gezittert. So aber sind wir froh, dass wir den Ligaerhalt geschafft und unser Saisonziel erreicht haben», sagt Sabrina Siegenthaler.

Luft nach oben

Ganz zufrieden ist die frühere Nationalspielerin allerdings nicht mit der Saison. «Wir haben in den meisten Partien unsere Leistung abgerufen, aber wir haben noch Luft nach oben. Wir müssen konsequenter an die ersten Bälle heranlaufen und am Schlag bewusster und präziser spielen», analysiert Sabrina Siegenthaler und fügt hinzu: «Zudem haben wir auch Steigerungspotenzial was die Trainingspräsenz und den Trainingsfleiss angeht. Das werden wir intern besprechen und uns dann auf die Hallensaison vorbereiten.»