Nachdem vor einer Woche das Wetter nicht mitgespielt hat und die Heimrunde abgebrochen werden musste, stand für die Oberentfelder Faustballer diesmal gleich eine Doppelrunde auf dem Programm. Und die hatte es in sich.

Vier Begegnungen mussten die Oberentfelder Faustballer an diesem Wochenende bestreiten. Maximal hätten es also 20 Sätze werden können, welche die Jungs von Trainer Koni Keller zu absolvieren hatten. Und beinahe wäre es soweit gekommen. Letztlich waren es 19 Sätze innerhalb von 24 Stunden, welche die Oberentfelder bestritten haben. Aber der Reihe nach.
Los gings am Samstagabend in Widnau. Dort wartete das Duell gegen die überraschend stark gestarteten Aufsteiger aus Affeltrangen. Die Oberentfelder erwischten allerdings den besseren Start und erspielten sich bei 10:7 drei Satzbälle. «Doch ausgerechnet dann machten wir ein paar unglaubliche Stockfehler und verlieren den Satz noch. Damit haben wir Affeltrangen richtig aufgebaut», so Trainer Koni Keller. Immerhin: Sein Team zeigte Moral und holte einen 0:2-Satzrückstand auf. Doch der fünfte Satz lief dann überhaupt nicht nach dem Geschmack der Oberentfelder, die sich letztlich mit 2:3 geschlagen geben mussten.

Kurze Nacht vor der Heimrunde

In einem qualitativ hochstehenden Spiel gegen die Gastgeber aus Widnau konnten die Oberentfelder zum Ende des Abends noch einen wichtigen Sieg feiern. Mit dem letztmöglichen Ball – beim Stand von 14:14 im fünften Satz – entschieden die Oberentfelder die Partie für sich und konnten anschliessend die Heimreise antreten. Vor 1 Uhr in der Früh war jedoch keiner der Spieler im Bett.
Nach einer kurzen Nacht gings am Sonntagmorgen bereits weiter. Die abgebrochene Heimrunde von vor einer Woche wurde nachgeholt. Die Gegner am Sonntag hiessen Neuendorf und Jona. Gegen die Solothurner, die sich genau wie Oberentfelden fürs Final4-Turnier qualifizieren wollen, war es ein Auf und Ab. «Man hat gemerkt, dass uns mit zunehmender Dauer der Partie mehr und mehr die Kraft gefehlt hat und die Beine müde geworden sind. Darunter litt die Qualität unseres Spiels und es wurde ein richtiger Murks», beschreibt Koni Keller das Spiel. Und dieses «Murks-Spiel» ging letztlich zu Gunsten von Neuendorf aus. Und zwar – wie könnte es anders sein – nach fünf Sätze (2:3).

Regeneration ist gefragt

Zumindest im letzten Spiel dieses Wochenendes mussten die Oberentfelder nicht über die volle Distanz. Gegen Abstiegskandidat Jona setzte sich das Team von Koni Keller mit 3:1 durch und sichert sich damit an diesem Marathon-Wochenende vier Punkte aus vier Partien. Kein optimaler Start, aber noch ist für die Oberentfelder alles möglich. «Es war ein richtig taffes Weekend. Mit so vielen Sätzen, die wir gespielt haben, haben wir quasi schon eineinhalb Trainings von nächster Woche absolviert», scherzt Keller. «Spass bei Seite. Wir müssen uns jetzt gut regenerieren, damit wir nächsten Samstag wieder voll angreifen können.» Dann kommt es zur Neuauflage der Duelle mit Affeltrangen und Widnau.