Die Männer des STV Oberentfelden holen nach fünf Niederlagen endlich wieder einmal einen Sieg. Die Leistung war aber weiterhin nicht über alle Zweifel erhaben, so dass Trainer Koni Keller von seinen Jungs in der Sommerpause viel Einsatz fordert.

Schon nach dem fünften von acht Qualifikationsspieltagen war klar: Die amtierenden Schweizer Meister aus Oberentfelden werden am Final4-Turnier nicht dabei sein und damit auch ihren Titel nicht verteidigen können. Trainer Koni Keller versprach jedoch, dass seine Equipe deswegen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern weiter versuchen wird, die noch ausstehenden Partien zu gewinnen.
Am Samstag hatten die Oberentfelder die erste Chance, den Worten des Trainers Taten folgen zu lassen. Und die Chancen auf Punkte waren durchaus intakt. Denn auch die beiden Gegner waren zuletzt nicht auf Touren gekommen. Schlusslicht Jona hat in dieser Saison noch gar kein Spiel gewonnen, Neuendorf kassierte zuletzt fünf Mal Niederlagen in Serie.

Nur der Service überzeugte

Die Oberentfelder starteten mit dem Spiel gegen Neuendorf in den sechsten Spieltag der Qualifikation. Richtig ins Spiel fanden sie aber nicht. Nach zwei verlorenen Sätzen konnten sie das Spielgeschehen zwischenzeitlich zwar verkürzen, unterlagen letztlich aber dennoch mit 1:3. «Die Verunsicherung war beiden Teams anzumerken. Die guten Ansätze und die schlechten Aktionen waren extrem nahe beieinander», so Koni Keller. «Letztlich war der Unterschied, dass Neuendorf beim ersten Ball und beim Zuspiel besser war als wir und sich dadurch in eine bessere Abschlussposition brachte.»
Im zweiten Spiel gegen das noch sieglose Schlusslicht Jona war ein Sieg Pflicht. Auch wenn die Oberentfelder jetzt fünf Mal in Serie verloren hatten. Dieser Favoritenrolle wurden sie dann auch gerecht. Den ersten umkämpften Satz gewannen sie mit 12:10, den zweiten Durchgang mussten sie abgeben, liessen aber danach nichts mehr abrennen und siegten mit 3:1. «Beide Spiele waren ein richtiges Geknorze. Einzig am Service konnten wir unsere Leistung abrufen. Der war gut genug für zwei Siege, der Rest hat aber einmal mehr nicht gepasst. Und so waren die Resultate ein Abbild der bisherigen Saison», bilanzierte Trainer Koni Keller.

Individuelle Trainings stehen an

Nach diesem Spieltag steht die Sommerpause an. Auch wenn die offiziellen Mannschaftstrainings erst im August wieder losgehen, ist für Trainer Koni Keller klar, dass seine Jungs weiterarbeiten müssen. «Jeder muss intensiv an sich selbst arbeiten. Wir müssen körperlich fitter sein als jetzt. Das ist die Basis. Nur wenn wir wirklich fit sind, treffen wir unter Druck die richtigen Entscheidungen und können unser Potenzial wieder abrufen», sagt Keller. Und dieses Potenzial müssen die Oberentfelder abrufen, wenn sie am heimischen Abendturnier am 9. August, am darauffolgenden Champions Cup und im Schweizer Cup überzeugen wollen.